Vermehrung

Die Arten der Gattung Tricyrtis lassen sich durch Samen, Stecklinge oder Teilung ihres Wurzelstocks vermehren. Nachfolgend möchte ich die Anzucht aus Samen beschreiben, am Beispiel von Tricyrtis hirta.

Die Anzucht aus Samen

Krötenlilien-Saatgut ist im Fachhandel zu erhalten. Man kann die Samen aber auch selbst gewinnen, wenn man die verblühten Stängel im Herbst nicht abschneidet. Mit etwas Glück reifen an der einen oder anderen Pflanze nämlich Samenkapseln. Sind sie vertrocknet und öffnen sich, können die Samen entnommen werden.

samenkapsel

Damit die Samen keimen, müssen sie stratifiziert, also einer Kältebehandlung unterzogen werden. Das macht man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks.

Als Substrat eignet sich Anzucht- oder Kräutererde. Darauf kommen die Samen und werden nur angedrückt. Anschließend wandert der Topf für 8 bis 12 Wochen in den Kühlschrank. Abdecken muss man ihn nicht, aber dafür sorgen, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt.

tricyrtis samen

Nach der Kältebehandlung sollte der Topf an einen hell, aber nicht sonnig, bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C platziert werden. Nach ungefähr 2 Wochen beginnen die ersten Samen zu keimen.

Stecklinge

Wer möglichst schnell blühfähige Krötenlilien gelangen möchte, muss sie mit Stecklingen vermehren. Die sollten spätestens im Juli geschnitten werden. Nicht nur damit ihnen die nötige Zeit zum Anwachsen bleibt. Im Herbst scheinen die Krötenlilien schon auf das Einziehen programmiert zu sein. Keiner meiner im September geschnittenen Stecklinge hat Wurzeln ausgebildet.

tricyrtis steckling

Die Stecklinge können sofort nach dem Schnitt in feuchte Erde gepflanzt werden. Dafür entfernt man die unteren Blätter.

Bei Temperaturen um 20 °C können sich die ersten Wurzelspitzen bereits nach 5 Tagen zeigen.

Krötenlilien